2012/07/02 (Mon) 19:09
Ratspräsidentschaft geht an Zypern

Es ist schon eine skurrile Situation. Da übernimmt Zypern die Ratspräsidentschaft in der EU, geht aber finanziell selbst am Stock und hat erst vor wenigen Tagen um Finanzhilfen gebeten. Führungsstärke ist aus Nikosia somit wohl eher nicht zu erwarten, doch genau diese bräuchte das wankende Europa dringend. Hinzu kommen die Schwierigkeiten, die Zypern mit der Türkei pflegt. Diese erkennt den griechischen Teil Zyperns weiterhin nicht an und voraussichtlich ebenso wenig die zypriotische Ratspräsidentschaft.

Es wird also aller Voraussicht nach kein leichtes Unterfangen und statt einer starken Führung werden sich zahlreiche Nebenkriegsschauplätze auftun, die den Weg heraus aus der Krise mit Sicherheit nicht erleichtern werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich alle politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger zusammenraufen können und an einem Strang ziehend das große gemeinsame Ziel, die finanzielle Genesung Europas und seiner Mitgliedsstaaten, vorantreiben können. Wenigstens bis zum Jahr 2012, wenn die Ratspräsidentschaft an Irland übergeht.

| Portal | Kommt der Sommer jetzt eigentlich noch einmal richtig zurück? >>

Kommentare

Kommentar posten


Dieses Kommentar kann nur vom Blogautor gelesen werden.

 Portal